Bildung & Information

Bildung und Information sind für eine ökologisch nachhaltige Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Ziel muss es sein, bereits in jungen Jahren ein Umweltbewusstsein zu schaffen – sei es etwa in thematisch spezialisierten Kindertagesstätten und Kindergärten, an außerschulischen Lernorten wie Umweltbildungsstationen oder in Schulgärten.

Mit den Bildungschancen, die eine Region ihren BewohnerInnen einräumt, wird nicht nur ein ökonomisches Fundament gelegt, sondern auch der soziale Zusammenhalt und die Teilhabe des oder der Einzelnen an der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst. Gute frühkindliche Bildung wirkt sich positiv auf den weiteren Bildungsweg aus, was insbesondere wünschenswert für sozial benachteiligte Milieus ist, da es dem deutschen Bildungssystem an sozialer Durchlässigkeit mangelt.

Chancen bergen zudem die vielen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, die sich inter- und transdisziplinär mit Aspekten der Nachhaltigkeit in der Region befassen. Diese Potenziale gilt es zusammenzuführen und verstärkt für die Gestaltung des Wandels zu nutzen. Im Hochschulbereich sind die vom Land NRW geförderten Fortschrittskollegs NRW zu nennen. Die interdisziplinär besetzten Graduiertenkollegs sollen Lösungen zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen – darunter auch die Energiewende – erforschen. 

Vor dem Hintergrund der enormen Herausforderung der Energiewende ist insbesondere eine Wissenslandschaft von Relevanz, die den Brückenschlag zwischen akademischer Forschung und praktischer Erprobung wagt – und dabei durchaus auch ungewöhnliche Wege beschreitet, um Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen und ein ökologisch nachhaltiges Ruhrgebiet für andere erfahrbar zu machen, etwa durch die Einbeziehung von Engagierten als MultiplikatorInnen einer Bildung für ökologische Nachhaltigkeit. 

Bildungsinstitutionen im Ruhrgebiet

Die Integration einer Bildung für ökologische Nachhaltigkeit muss zentrales Anliegen der Bildungsinstitutionen im Ruhrgebiet sein – von Kindertagesstätten über Schulen bis hin zu Hochschulen. Der in den 1960er-Jahren begonnene Ausbau der Bildungsinfrastruktur im Ruhrgebiet hat mittlerweile eine Wissenschaftslandschaft mit mehr als 260.000 Studierenden hervorgebracht. 

AutorInnen: Daniel Bläser, Henning Fort, unterstützt durch Dennis Arnold und Jennifer Kappmeier-Klenk
Quelle: eigene Darstellung auf Grundlage Regionalverband Ruhr (RVR), eigene Recherche