»Çevreci, das heißt Umweltschützer auf Türkisch.«

Mehr als Bloggen für die Umwelt

Durch seine Ausbildung als Ver- und Entsorger, Fachrichtung Abfall, bei der Stadt Duisburg ist Ali Yaşar, der 1980 im Alter von elf Jahren aus dem türkischen Diyarbakır nach Duisburg kam, mit Umweltthemen in Kontakt gekommen und zum engagierten Umweltschützer geworden. Er informiert seine Mitmenschen auf vielfältige Weise über Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz, um so zum Erhalt der Umwelt für künftige Generationen beizutragen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Vermittlung von Umweltinformationen in türkischer Sprache.

Agent des Wandels

Muhammet Ali Yaşar (Geburtsjahr 1969), Meister für Kreislaufwirtschaft und Disponent 

Engagementbereich

Umweltschutzinformationen in türkischer Sprache

Ort des Engagements

Duisburg, Bevölkerungszahl: 485.465, Bevölkerungsdichte: 2.085 EinwohnerInnen / km² (vgl. Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2014)

Forschungszeitraum

Juni 2014 – April 2015

Institutionen türkischsprachiger Communities als Multiplikatoren für Nachhaltigkeit

Im Ruhrgebiet gibt es eine große Bandbreite an Moscheen, türkischen Sport-, Kultur- und Sozialvereinen, Bildungszentren und Verbänden. Die Vielzahl an Institutionen, die einen Türkeibezug haben, spiegelt die Migrationsgeschichte der Region wieder und verdeutlicht das Potenzial, das Umweltberatungen in türkischer Sprache haben können. Lange Zeit gab es kaum Material und Angebote zu Umweltthemen auf Türkisch. Die 2006 von türkeistämmigen Ehrenamtlichen unter dem Dach des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V.) gegründete Umweltorganisation Yeşil Çember oder Projekte wie KliMig, die zielgruppengerechte Kommunikation zum Klimaschutz betreiben, bemühen sich darum, dies zu ändern. 

Autoren: Daniel Bläser, Henning Fort, unterstützt durch Dennis Arnold
Quelle: eigene Darstellung auf Grundlage von Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) (2011/2012), eigene Recherche