Räumliche Ausstattung mit Erneuerbaren Energien

Die räumliche Verteilung der erneuerbaren Energien stellt sich im Ruhrgebiet sowohl bezogen auf die Leistung als auch auf die Zusammensetzung nach einzelnen Energieträgern sehr heterogen dar. Dies begründet sich vor allem in den raum- und siedlungsstrukturellen Voraussetzungen des Ruhrgebiets. Photovoltaikanlagen verteilen sich relativ gleichmäßig über die Region, da sie vor allem auf Gebäudedächern installiert werden und somit an die Siedlungsstruktur gebunden sind. Wasserkraftanlagen finden sich topographisch bedingt beinahe ausschließlich im südlichen Ruhrgebiet entlang der Ruhr und ihrer Zuflüsse. Anlagen zur Strom- und Wärmegewinnung aus Klärgas und -schlamm finden sich vor allem an den Standorten von Kläranlagen und deren Einleitung in Fließgewässer der Emscher-Lippe-Zone im nördlichen Ruhrgebiet. Windkraftanlagen wurden insbesondere abseits der zentralen Lagen in den ländlich geprägten Bereichen des Ruhrgebiets errichtet, wo genügend Freiflächen zur Verfügung stehen. Anlagen zur Energiegewinnung aus Grubengas finden sich entlang der gesamten Kernzone des ehemaligen Bergbaureviers Ruhrgebiet. Die Stromproduktion durch erneuerbare Energien ist nur schwer von der Raum- und Siedlungsstruktur zu entkoppeln, sodass sich ihr Ausbau auch zukünftig analog zur derzeitigen Struktur verhalten dürfte. Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet trotz der schwerindustriellen Prägung der Region weiter voran. Eine zentrale Rolle hierfür spielt insbesondere der Umbau zentralisierter Energieerzeugungsstrukturen hin zu stärker dezentralen Organisationsformen, die mit weiteren Infrastrukturen aus den Bereichen Wasser, Wärme und Abfall vernetzt sind.

Projekt

Analyse im Rahmen der Landkarte der Energiewende

Erhebung

2012 - 2016

Ansprechpartner

Daniel Bläser, Henning Fort

Installierte Leistungen erneuerbarer Energien je Stadt im Jahr 2015 und die Verteilung von Energieträgern

Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch

Installierte Leistung PV je Baublock