»Was die vorher mit dem Auto oder dem Handkarren gemacht haben, machen sie jetzt mit unserem RUDOLF.«

Von freien Lastenfahrrädern auf verstopften Straßen

Die FahrradaktivistInnen um Albert Hölzle, Fabian Menke und Astrid Wendelstigh haben den kostenfreien Lastenfahrradverleih Dein RUDOLF in Dortmund gegründet. Ihr Ziel ist es, Menschen dieses alte urbane Fortbewegungsmittel als Alternative zu Kraftfahrzeugen vorzustellen und damit einen Beitrag zu mehr ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit zu leisten. Privatpersonen, Verwaltung und auch Teile der Wirtschaft sprangen bereits auf die RUDOLF-Räder auf. Das Projekt ist Teil einer bundesweiten Bewegung freier Lastenfahrräder, die in nahezu allen deutschen Großstädten vertreten ist.

Agentinnen des Wandels

Albert Hölzle (Geburtsjahr 1978), Assistent der Geschäftsführung am Zentrum für Logistik und Verkehr der Universität Duisburg-Essen, Fabian Menke (Geburtsjahr 1986), Student, und Astrid Wendelstigh (Geburtsjahr 1965), Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendtheaters Dortmund

Engagementbereich

Mobilität, Lastenfahrradverleih

Ort des Engagements 

Dortmund, Bevölkerungszahl: 580.511, Bevölkerungsdichte: 2.068 EinwohnerInnen / km² (vgl. Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2014)

Forschungszeitraum

November 2014 – März 2015

Das Fahrrad als Fortbewegungsalternative zu Kraftfahrzeugen

Das Fahrrad als emissionsärmstes Fortbewegungsmittel bietet im Nah- wie im Fernraum Nutzungsmöglichkeiten sowohl für BürgerInnen als auch für die Wirtschaft. Mit Pedal Electric Cycles (Pedelecs) können kraftsparend Steigungen überwunden und auch längere Strecken zurückgelegt werden, z. B. auf dem Radschnellweg Ruhr, gleichsam der A40 für Fahrradfahrer. Verschiedenste Bedürfnisse werden bedient durch  Angebote wie Bikesharing oder Freie Lastenfahrräder, wenngleich diese noch nicht flächendeckend ausgebaut sind. Letzteres gilt auch für die Fahrradinfrastruktur der Städte und Gemeinden. Deren Ausbau ist aber Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen auf das Rad umsteigen, da sie  dann schnell und sicher an ihr Ziel kommen. Auch große Unternehmen profitieren vom Umstieg auf das Fahrrad, so nutzen große Paketdienste in vielen europäischen Großstädten die ökonomischen Vorteile, die z. B. Lastenfahrräder bieten. 

Autoren: Daniel Bläser, Henning Fort, unterstützt durch Dennis Arnold
Quelle: eigene Darstellung auf Grundlage Regionalverband Ruhr (RVR), OpenStreet-Map-Mitwirkende, eigene Recherche